Was macht unsere Jugend so?

In unserer Jugendfeuerwehr werden Kinder und Jugendliche dafür begeistert, anderen zu helfen, Verantwortung zu übernehmen und füreinander einzustehen. Und sie lernen von klein auf, sich in Gefahrensituationen auch selbst richtig zu verhalten.

In einem der letzten regelmäßigen Übungsdienste wurde u. a. eine Löschwasserversorgung aufgebaut und ein Monitor (umgangssprachlich Wasserwerfer) in Betrieb genommen. Ziel dabei war es z. B. positionierte Behälter mit dem Wasserstahl zu treffen.

Was eher an Wasserfestspiel erinnert, hat aber durchaus ernste Hintergründe. Neben dem Spaß an der Feuerwehr werden den Kindern und Jugendlichen z.B. die korrekten Bezeichnungen des Feuerwehrequipments vermittelt. Ein weiterer Fokus ist auch die richtige Handhabung der Einsatzmittel unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsvorschriften.

Insgesamt werden somit unsere Kinder und Jugendliche auf den möglichen Lehrgang Truppmann Teil 1 vorbereitet, welcher im Bundesland Niedersachsen ab einem Alter von 16 Jahren absolviert werden kann.

Übrigens, unsere Jugendabteilung freut sich jeder Zeit über Nachwuchs. Schaut doch einfach beim nächsten Mal vorbei!

Fahrertraining

In unserem Übungsdienst am 08.06.2023 haben wir zusammen mit unserer Nachbarwehr aus Wehldorf (Gyhum) ein Fahrertraining durchgeführt. Dafür hat uns dankenswerterweise die Firma Johann Otten BIOTECH e.K. den firmeneigenen Kompostplatz zur Verfügung gestellt.

Feuerwehrfahrzeuge erfordern spezielle Fahrfähigkeiten aufgrund ihrer Größe, ihres Gewichts und ihrer besonderen Merkmale wie z.B. bei Löschfahrzeugen oder Schlauchanhängern. Das Training hilft den Fahrern, sich mit diesen Fahrzeugen besser vertraut zu machen und sie sicher zu steuern.

Gerade für Fahrten unter extremen Bedingungen, wie etwa bei hoher Geschwindigkeit, schlechter Sicht, auf rutschigen Straßen oder unwegsamen Gelände gilt es, die Eigenschaften der zu führenden Fahrzeuge zu kennen, um auch in derartigen Situationen jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug zu haben.

Insgesamt trägt das Fahrertraining mit Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr dazu bei, die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten und auch die Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer zu verringern.

Ausbildung bei 400 °C

Am Freitagabend des 2.6.2023, waren einige unserer Atemschutzgeräteträger in der Brandsimulationsanlage Schneeheide. Mit der gasbefeuerten Anlage können Zimmer- und Wohnungsbrände nachgestellt werden, sodass der Innenangriff unter realen Bedingungen trainiert werden kann.

Übungen in einer solchen Brandsimulationsanlage sind von großer Bedeutung für Feuerwehreinheiten, da in solchen Anlagen verschiedene Brandbekämpfungsstrategien getestet und neue Techniken erlernen werden können. Darüber hinaus werden die Übungsteilnehmer: innen mit den Besonderheiten von Rauch, Hitze und eingeschränkter Sicht konfrontiert, die bei echten Bränden auftreten.

Diese Übungen sind jedoch auch mit extremen Belastungen verbunden. Bei mittleren Raumtemperaturen von 300 °C bis 400 °C und bis zu 700 °C unter der Decke, lernen die Übungsteilnehmer: innen aber mit den körperlichen und psychischen Belastungen, die im Einsatz vorherrschen können, umzugehen.

Trotz der Belastungen sind derartige Übungen in Brandsimulationsanlagen aber unverzichtbar, um die Sicherheit und Effektivität der Einsatzkräfte der Feuerwehr bei realen Einsätzen zu gewährleisten.

Übungsdienst – Löschangriff

Am Donnerstag, den 01.06.2023, führten wir wieder unseren regelmäßigen Übungsdienst durch, bei dem wir uns diesmal auf einen Löschangriff konzentrierten.

Das Ziel dieser Übung bestand darin, alle notwendigen Handgriffe, z.B. für den Aufbau der Löschwasserversorgung oder den Umgang mit dem Hohlstrahlrohr zu vertiefen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften während der gesamten Übung.

Die Übung bot eine hervorragende Gelegenheit, unsere Fähigkeiten im Löschangriff zu verbessern und die Zusammenarbeit in den jeweiligen Trupps, als auch im gesamten Team zu stärken. Wir konnten wertvolle Erfahrungen sammeln und uns auf mögliche zukünftige Einsatzszenarien erneut vorbereiten.

Der Übungsdienst war ein voller Erfolg, er hat Spaß gemacht und hat uns alle motiviert weiterhin unsere Fähigkeiten stetig zu verbessern.

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Erste Hilfe im Übungsdienst

Im Rahmen des regelmäßigen Übungsdienstes haben wir uns am 25.05.2023 mit dem Thema Erste Hilfe auseinandergesetzt. Theoretisch und praktisch haben wir uns mit den wichtigen Aspekten von Verbrennungen und Blutungen, der Reanimation, der stabilen Seitenlage sowie der Helmabnahme beschäftigt.

Der theoretische Teil begann mit einer Präsentation in den besagten Bereichen. Wir erhielten z. B. umfassende Informationen über die verschiedenen Arten von Verbrennungen und den entsprechenden Maßnahmen zur Erstversorgung.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Umgang mit Blutungen. Wir wiederholten, wie wir verschiedene Arten von Blutungen erkennen können und welche Maßnahmen zur Blutstillung ergriffen werden sollten. Das korrekte Anlegen von Druckverbänden und das Wissen über geeignete Verbandmaterialien waren hierbei von wichtiger Bedeutung.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Reanimation. Wir wiedeholten auch hier die richtigen Handgriffe für die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW). Darüberhinaus beschäftigten wir uns mit der stabilen Seitenlage. Wir übten die korrekte Positionierung einer bewusstlosen Person, um die Atemwege freizuhalten und mögliche Verletzungen zu vermeiden. Ebenso beschäftigten wir uns mit der richtigen Helmabnahme, um eine angemessene medizinische Versorgung zu ermöglichen. Dabei ist es wichtig, die richtige Technik anzuwenden, um weitere Verletzungen zu vermeiden. In der Praxis konnten wir dann in verschiedenen Übungsszenarien das erlernte Wissen anwenden und festigen.

Die Erste-Hilfe-Unterweisung im Rahmen des Übungsdienstes war wieder einmal äußerst lehrreich und ermöglichte es uns, unsere Kenntnisse und Fähigkeiten in diesem wichtigen Bereich zu vertiefen.

Atemschutzübung bei Biogas-Anlage

Am 15.05.2023 haben wir auf dem Gelände der Biogas-Anlage in Bockel eine Atemschutzübung durchgeführt. Ziel war es insbesondere, den Angriffstrupp für die Gefahren bei der Brandbekämpfung in Innenräumen wiederholt zu sensibilisieren und das richtige Vorgehen zu trainieren.

Denn neben Hitze und Rauch stellen z. B. auch schlechte Sicht und daraus resultierender Orientierungsverlust, Einsturzgefahren, die mögliche Raumdurchzündung ( engl. Flashover), die Rauchgasdurchzündung (engl. Rollover) oder die Rauchgasexplosion ( engl. Backdraft) extreme Gefahren und damit auch extreme physische und psychische Belastung für den Angriffstrupp dar.

Die Atemschutzübung war ein voller Erfolg. Wir konnten wertvolle Erfahrungen sammeln und unsere Fähigkeiten im Umgang mit den spezifischen Gefahrenlagen weiter verbessern. Solche Übungen sind daher essenziell, um im Ernstfall angemessen und sicher handeln zu können.

Sicherheitstipps – Abflammgerät

Die Unkrautbeseitigung mit einem Gas Abflammgerät kann eine schnelle und effektive Möglichkeit sein, um unerwünschtes Unkraut auf Gehwegen, Einfahrten oder Terrassen zu entfernen. Allerdings gibt es auch einige Brandgefahren, die mit dieser Methode einhergehen. Oft genug kommt es vor, dass bei unsachgemäßem Umgang, plötzlich z. B. eine nahegelegene Hecke oder Sträucher in Flammen stehen und die Feuerwehr alarmiert werden muss. Hier einige Sicherheitstipps, die dabei helfen können, das Risiko eines Brandes zu minimieren.

Sicherheitstipps:

  • Lese sorgfältig die Bedienungsanleitung des Geräts, bevor Du es benutzt.
  • Verwende das Gerät nur bei passendem Wetter und wenn es keinen Wind gibt.
  • Stelle sicher, dass sich keine brennbaren Materialien wie z. B. trockene Blätter, Holz oder Papier in der Nähe des Anwendungsgebietes befinden.
  • Verwende das Gerät niemals in der Nähe von brennbaren Flüssigkeiten oder Gasen.
  • Achte darauf, dass sich keine Kinder oder Haustiere in der Nähe des Anwendungsbereiches befinden.
  • Trage bei der Verwendung des Geräts geeignete persönliche Schutzausrüstung, wie z.B. eine Schutzbrille, Handschuhe und Sicherheitsschuhe.
  • Halte nach Möglichkeit immer einen Feuerlöscher, einen Eimer Wasser oder einen einsatzbereiten Gartenschlauch in der Nähe bereit, um Entstehungsbränden umgehend begegnen zu können.
  • Verwende das Gerät nicht in der Nähe von Stromleitungen oder anderen elektrischen Einrichtungen.
  • Schalte das Gerät immer aus, wenn Du es nicht verwendest und lasse den Brenner abkühlen bevor Du ihn wieder verstaust.
  • Überprüfe regelmäßig das Gerät auf Beschädigungen oder Verschleiß und ersetze, wenn erforderlich die nötigen Teile.

Es ist also generell wichtig, sich der Brandgefahren bei der Verwendung eines Gas Abflammgerätes bewusst zu sein. Beherzige diese Tipps! Denn mit diesen minimierst Du die Brandgefahr und stellst sicher, dass Du bei der Unkrautbeseitigung von bösen Überraschungen verschont bleibst.

Zu Gast bei der SAPHIR Maschinenbau GmbH

Für deutsche Unternehmen besteht in der Regel keine gesetzliche Verpflichtung, eine Ortsbegehung durch die Feuerwehr durchführen zu lassen. Dennoch ist eine derartige Begehung für Unternehmen und die Feuerwehr sehr sinnvoll und wichtig, um bedingt durch die individuellen örtlichen Begebenheiten eine effektive Brandschutzstrategie zu entwickeln und um sicherzustellen, dass z. B. im Falle eines Brandes die Rettung von Personen und das Löschen des Feuers so schnell und sicher wie möglich durchgeführt werden kann.

Ganz in diesem Sinne waren wir als Feuerwehr für eine Ortsbegehung am 20.04.2023 herzlich bei der SAPHIR Maschinenbau GmbH in Gyhum OT Bockel eingeladen. Wir besichtigten zunächst einen Außenstandort in Wehldorf bevor es zum zentralen Firmensitz nach Bockel ging. Dabei erhielten wir eine auf den Punkt gebrachte und sehr gut strukturierte Unternehmenspräsentation. Insbesondere wurden aber die folgenden für uns als Feuerwehr relevanten Themen besprochen:

  • Gebäudestruktur und -layout
  • Zutrittsmöglichkeiten im Notfall
  • Lage der Feuerlöscheinrichtungen und Rauchabzüge
  • Zugänglichkeit der Fluchtwege
  • Lage von Gefahrenstoffen
  • Verfügbarkeit von Plänen und Dokumentationen
  • Potentielle Brandlasten und -gefahren

Im Anschluss der Begehung wurden wir noch zu Kaltgetränken und Bratwurst eingeladen, die wir sehr gerne angenommen haben. Die Freiwillige Feuerwehr Gyhum bedankt sich bei der SAPHIR Maschinenbau GmbH für den sehr interessanten und informativen Abend, die transparente und offene Zusammenarbeit mit der Feuerwehr sowie für die ausgezeichneten Gastfreundschaft.

Erfolgreiche Osterevents 2023

Die Ostertage 2023 neigen sich mit dem heutigen Ostermontag langsam dem Ende zu. Auch in diesem Jahr wurden über die Osterfeiertage wieder zwei Veranstaltungen von der Freiwilligen Feuerwehr Gyhum durchgeführt.

Am Ostersamstag, den 08.04.2023, starteten wir mit der Aktion „Saubere Feldmark“. Zu dieser Aktion versammelten sich wieder zahlreiche freiwillige Bürger: innen von jung bis alt, um in der Gyhumer Feldmark Müll einzusammeln. Ausgestattet mit Traktoren, Anhänger, Mistgabeln, Müllsäcken und Handschuhen wurde wieder einiges an Unrat zusammengetragen. Dabei handelte es sich überwiegend um Flaschen, Dosen sowie Abfall von diversen Fast-Food-Ketten. Als ob dies nicht genug wäre, wurden sogar mit Fäkalien verschmutzte Textilen zum Unverständnis aller Beteiligten aufgefunden. Schlussendlich wurden auch diese entsorgt.

Am 9. April 2023 fand in Gyhum das alljährliche Osterfeuer statt. Pünktlich um 20:15 Uhr entzündete die Freiwillige Feuerwehr das Feuer, das von rund 250 Besuchern bewundert wurde. Die Atmosphäre war gemütlich, entspannt und fröhlich. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Neben einer Auswahl an Getränken gab es auch Pommes und Bratwurst, die von vielen Gästen sehr gerne angenommen wurden.

Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurde eine Löschwasserversorgung aufgebaut. Diese wurde auch kurzzeitig eingesetzt, um benachbarte Bäume zu schützen. Ein weiterer Einsatz war jedoch glücklicherweise nicht notwendig, da das Feuer kontrolliert und sicher abgebrannt wurde.

Insgesamt sind die Events über die Ostertage in Gyhum wieder sehr gelungen. Einmal mehr wurde auch wieder deutlich gezeigt, dass eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Feuerwehr nicht nur in Notfällen, sondern auch bei der Organisation von Festen und Veranstaltungen eine wichtige Rolle in der Gemeinde spielt.

Wir bedanken uns bei allen Gästen und natürlich bei allen freiwilligen Helfern für die tatkräftige Beteiligung und Unterstützung.

Atemschutzüberwachung

Die Feuerwehr ist in vielen Situationen einem hohen Risiko ausgesetzt. Besonders bei Bränden können giftige Rauchgase freigesetzt werden, die Atemwegsprobleme verursachen und im schlimmsten Fall sogar tödlich sein können. Deshalb ist die Atemschutzüberwachung bei einem Einsatz mit Atemschutzgerät von großer Bedeutung.

In unserem Übungsdienst am 30.03.2023 haben wir uns daher mit dem Thema Atemschutzüberwachung auseinandergesetzt. Ziel war es, den generellen Prozess der Atemschutzüberwachung und den Umgang mit den uns dafür zur Verfügung stehenden Einsatzmitteln wiederholt zu vermitteln, um somit mehr Handlungssicherheit zu gewinnen.

Ein wichtiger Aspekt dabei ist z. B. die Dokumentation. Jeder Einsatz mit Atemschutzgeräten wird dokumentiert, um im Falle von Gesundheitsschäden der betroffenen Feuerwehrleute u. a. eine Grundlage für die medizinische Behandlung zu haben.

Weiterhin wird auch die Dauer des Einsatzes unter Atemschutz überwacht und dokumentiert. Denn je nach Belastung und Sauerstoffverbrauch wird dann u. a. auch ermittelt, wann die Einsatzkräfte ausgewechselt werden müssen, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden.

Weitere Informationen, Grundlagen und Rahmenbedingungen regelt übrigens die Feuerwehr-Dienstvorschrift 7 – Atemschutz (FwDV 7).