Fahrertraining

In unserem Übungsdienst am 08.06.2023 haben wir zusammen mit unserer Nachbarwehr aus Wehldorf (Gyhum) ein Fahrertraining durchgeführt. Dafür hat uns dankenswerterweise die Firma Johann Otten BIOTECH e.K. den firmeneigenen Kompostplatz zur Verfügung gestellt.

Feuerwehrfahrzeuge erfordern spezielle Fahrfähigkeiten aufgrund ihrer Größe, ihres Gewichts und ihrer besonderen Merkmale wie z.B. bei Löschfahrzeugen oder Schlauchanhängern. Das Training hilft den Fahrern, sich mit diesen Fahrzeugen besser vertraut zu machen und sie sicher zu steuern.

Gerade für Fahrten unter extremen Bedingungen, wie etwa bei hoher Geschwindigkeit, schlechter Sicht, auf rutschigen Straßen oder unwegsamen Gelände gilt es, die Eigenschaften der zu führenden Fahrzeuge zu kennen, um auch in derartigen Situationen jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug zu haben.

Insgesamt trägt das Fahrertraining mit Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr dazu bei, die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten und auch die Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer zu verringern.

Ausbildung bei 400 °C

Am Freitagabend des 2.6.2023, waren einige unserer Atemschutzgeräteträger in der Brandsimulationsanlage Schneeheide. Mit der gasbefeuerten Anlage können Zimmer- und Wohnungsbrände nachgestellt werden, sodass der Innenangriff unter realen Bedingungen trainiert werden kann.

Übungen in einer solchen Brandsimulationsanlage sind von großer Bedeutung für Feuerwehreinheiten, da in solchen Anlagen verschiedene Brandbekämpfungsstrategien getestet und neue Techniken erlernen werden können. Darüber hinaus werden die Übungsteilnehmer: innen mit den Besonderheiten von Rauch, Hitze und eingeschränkter Sicht konfrontiert, die bei echten Bränden auftreten.

Diese Übungen sind jedoch auch mit extremen Belastungen verbunden. Bei mittleren Raumtemperaturen von 300 °C bis 400 °C und bis zu 700 °C unter der Decke, lernen die Übungsteilnehmer: innen aber mit den körperlichen und psychischen Belastungen, die im Einsatz vorherrschen können, umzugehen.

Trotz der Belastungen sind derartige Übungen in Brandsimulationsanlagen aber unverzichtbar, um die Sicherheit und Effektivität der Einsatzkräfte der Feuerwehr bei realen Einsätzen zu gewährleisten.

Übungsdienst – Löschangriff

Am Donnerstag, den 01.06.2023, führten wir wieder unseren regelmäßigen Übungsdienst durch, bei dem wir uns diesmal auf einen Löschangriff konzentrierten.

Das Ziel dieser Übung bestand darin, alle notwendigen Handgriffe, z.B. für den Aufbau der Löschwasserversorgung oder den Umgang mit dem Hohlstrahlrohr zu vertiefen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften während der gesamten Übung.

Die Übung bot eine hervorragende Gelegenheit, unsere Fähigkeiten im Löschangriff zu verbessern und die Zusammenarbeit in den jeweiligen Trupps, als auch im gesamten Team zu stärken. Wir konnten wertvolle Erfahrungen sammeln und uns auf mögliche zukünftige Einsatzszenarien erneut vorbereiten.

Der Übungsdienst war ein voller Erfolg, er hat Spaß gemacht und hat uns alle motiviert weiterhin unsere Fähigkeiten stetig zu verbessern.

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Erste Hilfe im Übungsdienst

Im Rahmen des regelmäßigen Übungsdienstes haben wir uns am 25.05.2023 mit dem Thema Erste Hilfe auseinandergesetzt. Theoretisch und praktisch haben wir uns mit den wichtigen Aspekten von Verbrennungen und Blutungen, der Reanimation, der stabilen Seitenlage sowie der Helmabnahme beschäftigt.

Der theoretische Teil begann mit einer Präsentation in den besagten Bereichen. Wir erhielten z. B. umfassende Informationen über die verschiedenen Arten von Verbrennungen und den entsprechenden Maßnahmen zur Erstversorgung.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Umgang mit Blutungen. Wir wiederholten, wie wir verschiedene Arten von Blutungen erkennen können und welche Maßnahmen zur Blutstillung ergriffen werden sollten. Das korrekte Anlegen von Druckverbänden und das Wissen über geeignete Verbandmaterialien waren hierbei von wichtiger Bedeutung.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Reanimation. Wir wiedeholten auch hier die richtigen Handgriffe für die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW). Darüberhinaus beschäftigten wir uns mit der stabilen Seitenlage. Wir übten die korrekte Positionierung einer bewusstlosen Person, um die Atemwege freizuhalten und mögliche Verletzungen zu vermeiden. Ebenso beschäftigten wir uns mit der richtigen Helmabnahme, um eine angemessene medizinische Versorgung zu ermöglichen. Dabei ist es wichtig, die richtige Technik anzuwenden, um weitere Verletzungen zu vermeiden. In der Praxis konnten wir dann in verschiedenen Übungsszenarien das erlernte Wissen anwenden und festigen.

Die Erste-Hilfe-Unterweisung im Rahmen des Übungsdienstes war wieder einmal äußerst lehrreich und ermöglichte es uns, unsere Kenntnisse und Fähigkeiten in diesem wichtigen Bereich zu vertiefen.

Atemschutzübung bei Biogas-Anlage

Am 15.05.2023 haben wir auf dem Gelände der Biogas-Anlage in Bockel eine Atemschutzübung durchgeführt. Ziel war es insbesondere, den Angriffstrupp für die Gefahren bei der Brandbekämpfung in Innenräumen wiederholt zu sensibilisieren und das richtige Vorgehen zu trainieren.

Denn neben Hitze und Rauch stellen z. B. auch schlechte Sicht und daraus resultierender Orientierungsverlust, Einsturzgefahren, die mögliche Raumdurchzündung ( engl. Flashover), die Rauchgasdurchzündung (engl. Rollover) oder die Rauchgasexplosion ( engl. Backdraft) extreme Gefahren und damit auch extreme physische und psychische Belastung für den Angriffstrupp dar.

Die Atemschutzübung war ein voller Erfolg. Wir konnten wertvolle Erfahrungen sammeln und unsere Fähigkeiten im Umgang mit den spezifischen Gefahrenlagen weiter verbessern. Solche Übungen sind daher essenziell, um im Ernstfall angemessen und sicher handeln zu können.

Zu Gast bei der SAPHIR Maschinenbau GmbH

Für deutsche Unternehmen besteht in der Regel keine gesetzliche Verpflichtung, eine Ortsbegehung durch die Feuerwehr durchführen zu lassen. Dennoch ist eine derartige Begehung für Unternehmen und die Feuerwehr sehr sinnvoll und wichtig, um bedingt durch die individuellen örtlichen Begebenheiten eine effektive Brandschutzstrategie zu entwickeln und um sicherzustellen, dass z. B. im Falle eines Brandes die Rettung von Personen und das Löschen des Feuers so schnell und sicher wie möglich durchgeführt werden kann.

Ganz in diesem Sinne waren wir als Feuerwehr für eine Ortsbegehung am 20.04.2023 herzlich bei der SAPHIR Maschinenbau GmbH in Gyhum OT Bockel eingeladen. Wir besichtigten zunächst einen Außenstandort in Wehldorf bevor es zum zentralen Firmensitz nach Bockel ging. Dabei erhielten wir eine auf den Punkt gebrachte und sehr gut strukturierte Unternehmenspräsentation. Insbesondere wurden aber die folgenden für uns als Feuerwehr relevanten Themen besprochen:

  • Gebäudestruktur und -layout
  • Zutrittsmöglichkeiten im Notfall
  • Lage der Feuerlöscheinrichtungen und Rauchabzüge
  • Zugänglichkeit der Fluchtwege
  • Lage von Gefahrenstoffen
  • Verfügbarkeit von Plänen und Dokumentationen
  • Potentielle Brandlasten und -gefahren

Im Anschluss der Begehung wurden wir noch zu Kaltgetränken und Bratwurst eingeladen, die wir sehr gerne angenommen haben. Die Freiwillige Feuerwehr Gyhum bedankt sich bei der SAPHIR Maschinenbau GmbH für den sehr interessanten und informativen Abend, die transparente und offene Zusammenarbeit mit der Feuerwehr sowie für die ausgezeichneten Gastfreundschaft.

Atemschutzüberwachung

Die Feuerwehr ist in vielen Situationen einem hohen Risiko ausgesetzt. Besonders bei Bränden können giftige Rauchgase freigesetzt werden, die Atemwegsprobleme verursachen und im schlimmsten Fall sogar tödlich sein können. Deshalb ist die Atemschutzüberwachung bei einem Einsatz mit Atemschutzgerät von großer Bedeutung.

In unserem Übungsdienst am 30.03.2023 haben wir uns daher mit dem Thema Atemschutzüberwachung auseinandergesetzt. Ziel war es, den generellen Prozess der Atemschutzüberwachung und den Umgang mit den uns dafür zur Verfügung stehenden Einsatzmitteln wiederholt zu vermitteln, um somit mehr Handlungssicherheit zu gewinnen.

Ein wichtiger Aspekt dabei ist z. B. die Dokumentation. Jeder Einsatz mit Atemschutzgeräten wird dokumentiert, um im Falle von Gesundheitsschäden der betroffenen Feuerwehrleute u. a. eine Grundlage für die medizinische Behandlung zu haben.

Weiterhin wird auch die Dauer des Einsatzes unter Atemschutz überwacht und dokumentiert. Denn je nach Belastung und Sauerstoffverbrauch wird dann u. a. auch ermittelt, wann die Einsatzkräfte ausgewechselt werden müssen, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden.

Weitere Informationen, Grundlagen und Rahmenbedingungen regelt übrigens die Feuerwehr-Dienstvorschrift 7 – Atemschutz (FwDV 7).

Vegetationsbrände

Kaum hat der Frühling begonnen, steht auch schon bald der Sommer vor der Tür und die Gefahr für Vegetationsbrände steigt bedingt durch die zunehmenden Temperaturen und damit einhergehende Dürre. Die Hauptursache für derartige Brände in unserer Region sind weniger Naturereignisse wie z. B. ein Blitzschlag. In der Regel ist der Mensch schuld durch mutwillige Brandstiftung oder durch unachtsames Verhalten. Ein heißer Auspuff im trocknen Grase oder eine leichtfertig weggeworfene Zigarette reichen aus, um ein flammendes Inferno zu entfachen.

Damit auch wir für derartige Fälle, was wir nicht hoffen, gut vorbereitet sind, haben wir uns in unserem Übungsdienst am 23.03.2023 mit der Bekämpfung von Vegetationsbränden auseinandergesetzt. Theoretisch haben wir mögliche einsatztaktische Vorgehensweisen und Sicherheitsmaßnahmen besprochen. Im Anschluss daran haben wir im praktischen Teil die Brandbekämpfung mithilfe von Waldbrand- und Löschrucksäcken sowie Feuerpatschen geübt.

Knoten und Bandschlingen

Auf unserem Übungsdienst am 09.03.2023 haben wir uns mit der Knotenkunde beschäftigt. Ziel war es, die bei der Feuerwehr eingesetzten Knoten in Erinnerung zu rufen, diese Herstellen und Anwenden zu können.

Konten bei der Feuerwehr dienen dazu, Materialien festzubinden oder gegen Wegrutschen und Umfallen zu sichern. Knoten werden weiterhin verwendet, um z. B. Lasten oder Werkzeuge anzuschlagen. Generell gilt, dass durch Knoten sichere Verbindungen hergestellt werden, die aber einfach wieder zu lösen sind. Einige Knoten werden auch zur Menschenrettung oder bei der Absturzsicherung verwendet.

Weiterhin haben wir uns mit der sogenannten Bandschlinge auseinandergesetzt. Bei der Feuerwehr werden Bandschlingen u. a. für die Sofortrettung durch Schleifen oder Tragen über kurze Wegstrecken von bewusstlosen Personen und Atemschutzgeräteträgern in einer Ebene eingesetzt.

Vollgepackt mit tollen Sachen…

die das Leben schöner machen? Wer kennt diesen Werbesong nicht… Nur für uns geht es dann meistens nicht hinein ins Weekend-Feeling, sondern direkt in den Einsatz. Ganz in diesem Sinne stand in unserem 7. Übungsdienst des Jahres das Thema Fahrzeug- und Gerätekunde auf der Agenda.

Damit am Einsatzort die Abläufe sitzen, ist es für jeden unserer Kameraden: in unerlässlich zu wissen, wo genau sich auf unseren Einsatzfahrzeugen das verlastete Equipment befindet.

Befindet sich das Material nicht eh immer an der gleichen Stelle?

Nein, denn im Laufe der Zeit ändert hin und wieder das verlastete Material, da beispielhaft diverse Ausstattungen getauscht, ersetzt, modifiziert oder neu hinzukommen.

Zwar ist unser Löschfahrzeug nun schon 25 Jahre im Dienst und im Vergleich zu neueren Fahrzeugen nicht mehr Stand der Technik, aber das bedeutet jedoch nicht, dass alle anderen mitgeführten Materialien genauso alt sind.

Ebenso führen wir Einsatzmittel mit, die zwar zur Normbeladung gehören, aber eher selten bis gar nicht zum Einsatz kommen. Auch hier gilt es zu wissen, wo sich dieses Material für den Fall der Fälle befindet. Als Beispiel sei hier der Hitzeschutzanzug genannt, der bei extrem heißen Feuern, wie zum Beispiel Metallbränden verwendet wird.