Am Montag, den 21. September 2026, stand für unsere Jugendfeuerwehr ein ganz besonderer Übungsdienst auf dem Plan: Statt Schläuche zu rollen oder Knoten zu üben, ging es für den Feuerwehrnachwuchs in den LandPark Lauenbrück rund um das Thema Tiere und Tierrettung.
Da auch Einsätze mit Tieren zum Alltag der Feuerwehr gehören, durften die Jugendlichen vor Ort lernen, worauf es im Umgang mit Eseln, Schafen, Rindern und Co. ankommt.
Im Mittelpunkt standen die Körpersprache und das Verhalten der verschiedenen Tierarten. Den Jugendlichen wurde vermittelt, wie Tiere in Stresssituationen reagieren können, warum Ruhe der wichtigste Faktor ist und welche einfachen Regeln für eine sichere Annäherung gelten.
Mit vielen neuen Erfahrungen und jeder Menge Spaß ging ein gelungener Dienstabend zu Ende. Ein herzlicher Dank geht an das Team des LandParks Lauenbrück für diese tolle und lehrreiche Erfahrung!
Am Donnerstagabend, den 30. Juli 2026, wurden wir zu einem anspruchsvollen Szenario gerufen: In einem bekannten Bereich in Gyhum wurden zwei Personen vermisst – darunter ein Kleinkind.
An der Einsatzstelle eingetroffen und nach einer entsprechenden Lageerkundung, konnte das Kleinkind glücklicherweise schnell aufgefunden werden. Wir kümmerten uns sofort um das Kind, beruhigten es und stellten sicher, dass es bis zur weiteren Versorgung nicht allein blieb. Gerade in solchen Situationen ist bei der Patientenbetreuung ein ruhiges und einfühlsames Auftreten besonders wichtig.
Unterdessen wurde die zweite Person bewusstlos in einem tieferen Graben aufgefunden. Aufgrund der schwierigen Zugänglichkeit war schnell klar, dass eine Rettung ohne geeignete Hilfsmittel nicht möglich sein würde. Mithilfe von Leiterteilen wurde ein geeigneter und sicherer Zugang in den Graben geschaffen. Anschließend wurde die Person vorsichtig auf der Trage gesichert und Schritt für Schritt aus dem Graben herausgebracht.
Für die Rettung aus dem Graben waren neben dem technischen Vorgehen vor allem eine klare Aufgabenverteilung und eine gute Abstimmung innerhalb der Mannschaft erforderlich, um die Person möglichst sicher und schonend aus dem unwegsamen Gelände zu retten. Dabei kam es besonders darauf an, ruhig und konzentriert zu arbeiten sowie die Trage kontrolliert aus dem Graben zu führen. Nachdem die Person sicher aus dem Graben gerettet worden war, übergaben wir beide Personen zur weiteren Versorgung an den „Rettungsdienst“.
Was auf den ersten Blick wie ein realer Einsatz wirkte, war zum Glück unser gestriger Übungsdienst. Im Mittelpunkt stand die technische und möglichst schonende Rettung einer Person aus einem tieferen Graben. Dabei konnten wir verschiedene Vorgehensweisen ausprobieren und den Einsatz von Leiterteilen sowie der Trage praktisch erproben. In einer anschließenden Nachbesprechung werteten wir den Ablauf gemeinsam aus.
Dieser spannende und lehrreiche Dienst gab uns die Gelegenheit, die Rettung von Personen aus misslichen Lagen praktisch durchzuspielen. Dabei konnten wir bekannte Handgriffe weiter festigen, während Kameradinnen und Kameraden, die bisher noch keine Erfahrung mit einem solchen Szenario hatten, das Vorgehen kennenlernen. Gerade diese Verbindung aus Wiederholung und neuen Erfahrungen erweist sich immer wieder als wertvoll für vergleichbare reale Einsatzlagen.
Die Feuerwehr wird längst nicht nur zu Bränden oder Verkehrsunfällen gerufen – auch wenn Tiere in Not geraten, sind wir gefragt. Gerade im ländlichen Raum gehören Einsätze mit Nutztieren wie Kühen, Pferden, Ziegen, Schafen oder Schweinen zum Einsatzspektrum dazu. Um für solche Situationen bestmöglich vorbereitet zu sein, stand unser jüngster Übungsdienst ganz im Zeichen der Tierrettung.
Statt eines klassischen Dienstabends führte uns dieser in den Landpark Lauenbrück, wo einer unserer Kameraden tätig ist. Vor Ort erhielten wir praxisnahe Einblicke in den Umgang mit verschiedenen Tierarten und konnten direkt erleben, worauf es im Ernstfall ankommt.
Ein besonderer Fokus lag auf den Eigenschaften und dem Verhalten der Tiere. Uns wurde anschaulich vermittelt, wie unterschiedlich Tiere auf Stress- oder Notsituationen reagieren können und welche Gefahren dabei für Einsatzkräfte entstehen. Größe, Kraft, Fluchtinstinkt und unvorhersehbare Bewegungen machen deutlich, wie wichtig ein ruhiges, durchdachtes Vorgehen ist.
Darüber hinaus wurden verschiedene Rettungstechniken vorgestellt und erläutert. Dazu zählten unter anderem Maßnahmen zum Sichern, Anheben oder Befreien von Tieren sowie der richtige Einsatz von Hilfsmitteln. Auch die Zusammenarbeit mit Tierhaltern und Tierärzten wurde thematisiert, da diese im Einsatzfall eine wichtige Rolle spielt.
Der Übungsdienst war für alle Beteiligten eine sehr lehrreiche Erfahrung und hat uns wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Einsätze vermittelt. Ein großer Dank gilt unserem Kameraden sowie dem Team des Landparks Lauenbrück für die interessanten und praxisnahen Einblicke.
Beim Übungsdienst am 29. Januar 2026 befassten wir uns mit dem Thema Eisrettung. Als Übungsort diente uns ein nahegelegenes, zugefrorenes Gewässer.
Da die Übung in den Abendstunden stattfand, musste zunächst eine ausreichende Ausleuchtung der Einsatzstelle aufgebaut werden. Anschließend wurde eine Übungspuppe auf das Eis gebracht, die gerettet werden musste. Dabei gingen wir die Abläufe einer Eisrettung Schritt für Schritt durch.
Die Rettung erfolgte in unserem Szenario mit zwei Leiterteilen der vierteiligen Steckleiter. Die Leiterteile wurden mit Arbeitsleinen gesichert, die vorgehende Einsatzkraft war mittels Rettungsknoten gesichert. Auch das korrekte Anwenden der benötigten Knoten war somit Bestandteil der Übung.
Das Vorgehen auf dem Eis erfolgte flach und lastverteilend. Die Leiterteile wurden abwechselnd und versetzt flach vorgenommen. Dabei nahm die vorgehende Einsatzkraft jeweils ein Leiterteil nach vorne, legte sich flach darauf und arbeitete sich so langsam bis zur Übungspuppe vor.
Nach dem Erreichen der Übungspuppe wurde diese auf ein freies Leiterteil herangezogen und darauf gelegt. Das stellte sich als durchaus herausfordernd heraus und erforderte sowohl Kraft als auch die richtige Technik. Die Einsatzkräfte am Ufer zogen anschließend die zu rettende Person und den Retter nacheinander über die auf dem Eis liegenden Leiterteile zurück an Land.
Durch diese Übung konnten wir die Abläufe bei einer Eisrettung festigen. Besonders die Eigensicherung spielte dabei eine wichtige Rolle.
Am 18. Dezember 2025 haben wir gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Wehldorf unseren letzten Übungsdienst in diesem Jahr durchgeführt. Zum Jahresabschluss stand noch einmal die technische Hilfeleistung im Fokus.
Übungsannahme war ein Verkehrsunfall: Ein Pkw war in ein landwirtschaftliches Fahrzeug mit angehängtem Grubber gefahren. Im Pkw befanden sich drei Personen – eine war eingeklemmt, zwei weitere eingeschlossen. Unsere Einsatzkräfte nutzten die Gelegenheit, um die Rettungstechniken, den Umgang mit Rettungsgeräten und die Zusammenarbeit zu trainieren.
In diesem Jahr haben wir als Wehr eine Vielzahl an Übungsdiensten absolviert und dabei insgesamt 152 Stunden Übungszeit investiert – jede Stunde eine wertvolle Vorbereitung auf den Ernstfall.
Am 20.11.2025 haben wir gemeinsam mit der Feuerwehr Wehldorf einen umfangreicheren und realitätsnahen Übungsdienst absolviert. Das Übungsszenario verlangte ein breites Spektrum an Fertigkeiten ab.
Gemeldet war ein Kleingebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr. Das Übungsobjekt wurde mithilfe einer Nebelmaschine stark verraucht, im Inneren befanden sich Übungspuppen zur realistischen Menschenrettung. Zusätzlich sorgten äußere Bedingungen für einen zusätzlichen Stressfaktor: Ein durchgehend piepender Rauchmelder, Dunkelheit sowie Temperaturen um 0 °C erschwerten die Übung und verlangten allen Beteiligten einiges ab.
Parallel zur Menschenrettung wurden zahlreiche einsatzrelevante Abläufe geübt und miteinander kombiniert: Aufbau einer effektiven Beleuchtung, Arbeiten unter Atemschutz inklusive sauberer Atemschutzüberwachung, Wasserentnahme aus offenem Gewässer, kontrollierte Entrauchung mittels Überdruckbelüftung, strukturierte Funkkommunikation sowie eine koordinierte Einsatzführung.
Den Abschluss bildete eine ausführliche Nachbesprechung, in der alle Schritte reflektiert, Erfahrungen ausgetauscht und Verbesserungsmöglichkeiten angesprochen wurden.
Am gestrigen Montag, den 27.10.2025, führte die Jugendfeuerwehr Gyhum/Hesedorf einen spannenden und praxisnahen Übungsdienst im Bereich der Technischen Hilfeleistung (TH) durch. Zu diesem besonderen Dienst war auch die Jugendfeuerwehr Elsdorf als teilnehmende Gruppe mit dabei.
Im Mittelpunkt stand insbesondere die praktische Sensibilisierung für Einsatzszenarien, wie sie bei Verkehrsunfällen auftreten können. Die Jugendlichen erhielten dabei einen ersten Einblick in die praktischen Abläufe und Herausforderungen solcher Einsätze. Dabei wurden u.a. die folgenden Fragen klarer:
Wie wird eine Unfallstelle richtig abgesichert? Wie sorgt man für ausreichend Licht an der Einsatzstelle? Welche Einsatzmittel werden für die technische Hilfeleistung benötigt? Wie und warum wird ein Fahrzeug stabilisiert und unterbaut?
Unter Anleitung und praktischer Demonstration der Betreuer der Jugendfeuerwehr Gyhum/Hesedorf konnten die Jugendlichen beobachten, wie beispielsweise Fahrzeugscheiben entfernt oder Türen mit hydraulischem Gerät geöffnet werden. Dabei wurde schnell deutlich, welche Geräusche, Kräfte und Gefahren bei solchen Arbeiten entstehen – eine wertvolle Erfahrung, um die Jugendlichen frühzeitig für die Realität technischer Hilfeleistungen zu sensibilisieren.
Die gemeinsame Übung mit der Jugendfeuerwehr Elsdorf war für alle Beteiligten eine spannende Erfahrung und brachte viele neue Eindrücke mit sich.
Ein Dank geht an alle, die den Übungsdienst vorbereitet und unterstützt haben.
Am Abend des 27. Mai 2025 wurden wir um 19:22 Uhr gemeinsam mit weiteren Feuerwehren zu einem gemeldeten Wohnhausbrand mit Menschenleben in Gefahr nach Zeven alarmiert.
Vor Ort bot sich zunächst eine realitätsnahe Einsatzlage: Ein Einfamilienhaus war stark verraucht, es wurden mehrere vermisste Personen gemeldet. Erst im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass es sich um eine geplante Einsatzübung handelte, die unter realistischen Bedingungen durchgeführt wurde – inklusive Notruf, künstlichem Rauch und „versteckten“ Übungspuppen im Gebäude.
Wir unterstützten die Übung lagebezogen. Im Übungsszenario wurden seitens der Organisatoren einige zusätzliche Hürden eingebaut, um die Einsatzlage realistischer zu gestalten und die Reaktionsfähigkeit sowie Flexibilität der eingesetzten Kräfte unter erschwerten Bedingungen zu prüfen. Beispielsweise wurde die Löschwasserversorgung bewusst erschwert, indem mehrere nahegelegene Hydranten als defekt gekennzeichnet waren. Daher musste eine längere Wasserversorgung aufgebaut werden, was ein zusätzliches Übungselement darstellte.
Im Verlauf der Übung wurden insgesamt sechs Personenpuppen und eine Hundepuppe aus dem Gebäude gerettet. Trotz der eingebauten Herausforderungen verlief die Übung erfolgreich.
Hinweis
Auf unserer Internetseite berichten wir ausführlich über unser Einsatzgeschehen. Bild- und Videoaufnahmen werden nur erstellt, wenn diese rechtskonform sind und das Einsatzgeschehen dies zulässt! Grundsätzlich werden keine Aufnahmen von Verletzten oder Toten gemacht! Sollten Sie Einwände gegen die hier veröffentlichen Fotos oder Berichte haben, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an unsere Redaktion oder unseren Webmaster. Bitte nutzen Sie dazu unser Kontaktformular!
Am 18. Mai 2025 haben wir mit einer motivierten Gruppe aus den Jugendfeuerwehren Gyhum/Hesedorf und Elsdorf an den Kreisjugendfeuerwehrwettkämpfen in Hepstedt teilgenommen. Unterstützt wurden wir dabei tatkräftig von zwei Kameraden der Jugendfeuerwehr Hetzwege – vielen Dank dafür!
Insgesamt stellten sich 33 Gruppen den abwechslungsreichen und fairen Wettkämpfen. Wir konnten dabei einen respektablen 25. Platz mit 1.210 von 1.400 möglichen Punkten erreichen – ein Ergebnis, auf das wir als Team stolz sein können, besonders angesichts der vielen engagierten Gruppen, die ebenfalls teilgenommen haben.
Ein herzliches Dankeschön geht an die Kreisjugendfeuerwehr sowie die Feuerwehr Hepstedt für die tolle Organisation des Wettbewerbs. Ebenfalls danken wir der Feuerwehr Hetzwege für die wertvolle Unterstützung. Es war ein rundum gelungener Tag mit viel Teamgeist, Einsatzfreude und Spaß!
Beim unserem Übungsdienst am 06.03.2025 stand das Thema Feuerwehrleitern im Mittelpunkt. Besonders intensiv haben wir uns mit der 4-teiligen Steckleiter auseinandergesetzt – einem wichtigen Einsatzmittel für die Menschenrettung und den Zugang zu höheren Ebenen.
Um die Handhabung und den sicheren Einsatz der Leiter zu trainieren, begaben wir uns auf das Übungsgelände am Feuerwehrhaus Zeven. Dort übten wir den korrekten Aufbau, das sichere Besteigen sowie verschiedene Einsatzmöglichkeiten der Steckleiter.
Die 4-teilige Steckleiter besteht aus vier einzelnen Elementen, von denen jedes 2,70 Meter lang und 10 Kilogramm schwer ist (Alu-Variante). Je nach Aufbau erreicht sie Längen von 4,60 m, 6,50 m oder maximal 8,40 m. Ihre Rettungshöhe beträgt gemäß Feuerwehr-Dienstvorschrift 10 (FwDV 10) 7,00 m, was in etwa dem 2. Obergeschoss entspricht. Die einzelnen Leiterteile sind mit Holmen und Sprossen ausgestattet – das A-Teil verfügt über zwei Holme mit neun Sprossen, während das B-Teil zwei Holme mit sieben Sprossen hat.
Unsere Leiter verfügt zusätzlich über ein Einsteckteil für das Leiterteil B. Dieses dient als Ergänzung und hilft bei Bedarf, den großen Abstand zwischen Boden und unterster Sprosse zu überbrücken. Dadurch wird das sichere Aufsteigen erleichtert und die Stabilität verbessert.
Ein wichtiger Aspekt beim Einsatz der Leitern ist der richtige Anstellwinkel, der zwischen 65° und 75° liegen sollte. Der optimale Winkel beträgt also 70°, da er die beste Kombination aus Stabilität und Sicherheit beim Besteigen bietet. Auch dieser Wert ist in der FwDV 10 „Die tragbaren Leitern“ geregelt, die detaillierte Vorgaben zur sicheren Handhabung, Aufstellung und Nutzung enthält, um eine effiziente und unfallfreie Anwendung im Einsatz sicherzustellen.
Dank regelmäßiger Übungen wie dieser stellen wir sicher, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.