Übungsdienst Tierrettung: Spannende Einblicke im Landpark Lauenbrück

Die Feuerwehr wird längst nicht nur zu Bränden oder Verkehrsunfällen gerufen – auch wenn Tiere in Not geraten, sind wir gefragt. Gerade im ländlichen Raum gehören Einsätze mit Nutztieren wie Kühen, Pferden, Ziegen, Schafen oder Schweinen zum Einsatzspektrum dazu. Um für solche Situationen bestmöglich vorbereitet zu sein, stand unser jüngster Übungsdienst ganz im Zeichen der Tierrettung.

Statt eines klassischen Dienstabends führte uns dieser in den Landpark Lauenbrück, wo einer unserer Kameraden tätig ist. Vor Ort erhielten wir praxisnahe Einblicke in den Umgang mit verschiedenen Tierarten und konnten direkt erleben, worauf es im Ernstfall ankommt.

Ein besonderer Fokus lag auf den Eigenschaften und dem Verhalten der Tiere. Uns wurde anschaulich vermittelt, wie unterschiedlich Tiere auf Stress- oder Notsituationen reagieren können und welche Gefahren dabei für Einsatzkräfte entstehen. Größe, Kraft, Fluchtinstinkt und unvorhersehbare Bewegungen machen deutlich, wie wichtig ein ruhiges, durchdachtes Vorgehen ist.

Darüber hinaus wurden verschiedene Rettungstechniken vorgestellt und erläutert. Dazu zählten unter anderem Maßnahmen zum Sichern, Anheben oder Befreien von Tieren sowie der richtige Einsatz von Hilfsmitteln. Auch die Zusammenarbeit mit Tierhaltern und Tierärzten wurde thematisiert, da diese im Einsatzfall eine wichtige Rolle spielt.

Der Übungsdienst war für alle Beteiligten eine sehr lehrreiche Erfahrung und hat uns wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Einsätze vermittelt. Ein großer Dank gilt unserem Kameraden sowie dem Team des Landparks Lauenbrück für die interessanten und praxisnahen Einblicke.

Eisrettung

Beim Übungsdienst am 29. Januar 2026 befassten wir uns mit dem Thema Eisrettung. Als Übungsort diente uns ein nahegelegenes, zugefrorenes Gewässer.

Da die Übung in den Abendstunden stattfand, musste zunächst eine ausreichende Ausleuchtung der Einsatzstelle aufgebaut werden. Anschließend wurde eine Übungspuppe auf das Eis gebracht, die gerettet werden musste. Dabei gingen wir die Abläufe einer Eisrettung Schritt für Schritt durch.

Die Rettung erfolgte in unserem Szenario mit zwei Leiterteilen der vierteiligen Steckleiter. Die Leiterteile wurden mit Arbeitsleinen gesichert, die vorgehende Einsatzkraft war mittels Rettungsknoten gesichert. Auch das korrekte Anwenden der benötigten Knoten war somit Bestandteil der Übung.

Das Vorgehen auf dem Eis erfolgte flach und lastverteilend. Die Leiterteile wurden abwechselnd und versetzt flach vorgenommen. Dabei nahm die vorgehende Einsatzkraft jeweils ein Leiterteil nach vorne, legte sich flach darauf und arbeitete sich so langsam bis zur Übungspuppe vor.

Nach dem Erreichen der Übungspuppe wurde diese auf ein freies Leiterteil herangezogen und darauf gelegt. Das stellte sich als durchaus herausfordernd heraus und erforderte sowohl Kraft als auch die richtige Technik. Die Einsatzkräfte am Ufer zogen anschließend die zu rettende Person und den Retter nacheinander über die auf dem Eis liegenden Leiterteile zurück an Land.

Durch diese Übung konnten wir die Abläufe bei einer Eisrettung festigen. Besonders die Eigensicherung spielte dabei eine wichtige Rolle.

Abschlussübungsdienst 2025

Am 18. Dezember 2025 haben wir gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Wehldorf unseren letzten Übungsdienst in diesem Jahr durchgeführt. Zum Jahresabschluss stand noch einmal die technische Hilfeleistung im Fokus.

Übungsannahme war ein Verkehrsunfall: Ein Pkw war in ein landwirtschaftliches Fahrzeug mit angehängtem Grubber gefahren. Im Pkw befanden sich drei Personen – eine war eingeklemmt, zwei weitere eingeschlossen. Unsere Einsatzkräfte nutzten die Gelegenheit, um die Rettungstechniken, den Umgang mit Rettungsgeräten und die Zusammenarbeit zu trainieren.

In diesem Jahr haben wir als Wehr eine Vielzahl an Übungsdiensten absolviert und dabei insgesamt 152 Stunden Übungszeit investiert – jede Stunde eine wertvolle Vorbereitung auf den Ernstfall.

Übungsszenario: Kleingebäudebrand mit Menschenrettung

Am 20.11.2025 haben wir gemeinsam mit der Feuerwehr Wehldorf einen umfangreicheren und realitätsnahen Übungsdienst absolviert. Das Übungsszenario verlangte ein breites Spektrum an Fertigkeiten ab.

Gemeldet war ein Kleingebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr. Das Übungsobjekt wurde mithilfe einer Nebelmaschine stark verraucht, im Inneren befanden sich Übungspuppen zur realistischen Menschenrettung. Zusätzlich sorgten äußere Bedingungen für einen zusätzlichen Stressfaktor: Ein durchgehend piepender Rauchmelder, Dunkelheit sowie Temperaturen um 0 °C erschwerten die Übung und verlangten allen Beteiligten einiges ab.

Parallel zur Menschenrettung wurden zahlreiche einsatzrelevante Abläufe geübt und miteinander kombiniert: Aufbau einer effektiven Beleuchtung, Arbeiten unter Atemschutz inklusive sauberer Atemschutzüberwachung, Wasserentnahme aus offenem Gewässer, kontrollierte Entrauchung mittels Überdruckbelüftung, strukturierte Funkkommunikation sowie eine koordinierte Einsatzführung.

Den Abschluss bildete eine ausführliche Nachbesprechung, in der alle Schritte reflektiert, Erfahrungen ausgetauscht und Verbesserungsmöglichkeiten angesprochen wurden.

Praxisnahe TH-Übung der Jugendfeuerwehren Gyhum/Hesedorf und Elsdorf

Am gestrigen Montag, den 27.10.2025, führte die Jugendfeuerwehr Gyhum/Hesedorf einen spannenden und praxisnahen Übungsdienst im Bereich der Technischen Hilfeleistung (TH) durch. Zu diesem besonderen Dienst war auch die Jugendfeuerwehr Elsdorf als teilnehmende Gruppe mit dabei.

Im Mittelpunkt stand insbesondere die praktische Sensibilisierung für Einsatzszenarien, wie sie bei Verkehrsunfällen auftreten können. Die Jugendlichen erhielten dabei einen ersten Einblick in die praktischen Abläufe und Herausforderungen solcher Einsätze. Dabei wurden u.a. die folgenden Fragen klarer:

Wie wird eine Unfallstelle richtig abgesichert?
Wie sorgt man für ausreichend Licht an der Einsatzstelle?
Welche Einsatzmittel werden für die technische Hilfeleistung benötigt?
Wie und warum wird ein Fahrzeug stabilisiert und unterbaut?

Unter Anleitung und praktischer Demonstration der Betreuer der Jugendfeuerwehr Gyhum/Hesedorf konnten die Jugendlichen beobachten, wie beispielsweise Fahrzeugscheiben entfernt oder Türen mit hydraulischem Gerät geöffnet werden. Dabei wurde schnell deutlich, welche Geräusche, Kräfte und Gefahren bei solchen Arbeiten entstehen – eine wertvolle Erfahrung, um die Jugendlichen frühzeitig für die Realität technischer Hilfeleistungen zu sensibilisieren.

Die gemeinsame Übung mit der Jugendfeuerwehr Elsdorf war für alle Beteiligten eine spannende Erfahrung und brachte viele neue Eindrücke mit sich.

Ein Dank geht an alle, die den Übungsdienst vorbereitet und unterstützt haben.

Wohnhausbrand – entpuppt sich als realistische Übung

Am Abend des 27. Mai 2025 wurden wir um 19:22 Uhr gemeinsam mit weiteren Feuerwehren zu einem gemeldeten Wohnhausbrand mit Menschenleben in Gefahr nach Zeven alarmiert.

Vor Ort bot sich zunächst eine realitätsnahe Einsatzlage: Ein Einfamilienhaus war stark verraucht, es wurden mehrere vermisste Personen gemeldet. Erst im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass es sich um eine geplante Einsatzübung handelte, die unter realistischen Bedingungen durchgeführt wurde – inklusive Notruf, künstlichem Rauch und „versteckten“ Übungspuppen im Gebäude.

Wir unterstützten die Übung lagebezogen. Im Übungsszenario wurden seitens der Organisatoren einige zusätzliche Hürden eingebaut, um die Einsatzlage realistischer zu gestalten und die Reaktionsfähigkeit sowie Flexibilität der eingesetzten Kräfte unter erschwerten Bedingungen zu prüfen. Beispielsweise wurde die Löschwasserversorgung bewusst erschwert, indem mehrere nahegelegene Hydranten als defekt gekennzeichnet waren. Daher musste eine längere Wasserversorgung aufgebaut werden, was ein zusätzliches Übungselement darstellte.

Im Verlauf der Übung wurden insgesamt sechs Personenpuppen und eine Hundepuppe aus dem Gebäude gerettet. Trotz der eingebauten Herausforderungen verlief die Übung erfolgreich.


Hinweis

Auf unserer Internetseite berichten wir ausführlich über unser Einsatzgeschehen. Bild- und Videoaufnahmen werden nur erstellt, wenn diese rechtskonform sind und das Einsatzgeschehen dies zulässt! Grundsätzlich werden keine Aufnahmen von Verletzten oder Toten gemacht! Sollten Sie Einwände gegen die hier veröffentlichen Fotos oder Berichte haben, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an unsere Redaktion oder unseren Webmaster. Bitte nutzen Sie dazu unser Kontaktformular!

Kreisjugendfeuerwehrwettkämpfe in Hepstedt

Am 18. Mai 2025 haben wir mit einer motivierten Gruppe aus den Jugendfeuerwehren Gyhum/Hesedorf und Elsdorf an den Kreisjugendfeuerwehrwettkämpfen in Hepstedt teilgenommen. Unterstützt wurden wir dabei tatkräftig von zwei Kameraden der Jugendfeuerwehr Hetzwege – vielen Dank dafür!

Insgesamt stellten sich 33 Gruppen den abwechslungsreichen und fairen Wettkämpfen. Wir konnten dabei einen respektablen 25. Platz mit 1.210 von 1.400 möglichen Punkten erreichen – ein Ergebnis, auf das wir als Team stolz sein können, besonders angesichts der vielen engagierten Gruppen, die ebenfalls teilgenommen haben.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Kreisjugendfeuerwehr sowie die Feuerwehr Hepstedt für die tolle Organisation des Wettbewerbs. Ebenfalls danken wir der Feuerwehr Hetzwege für die wertvolle Unterstützung. Es war ein rundum gelungener Tag mit viel Teamgeist, Einsatzfreude und Spaß!

Feuerwehrleitern im Fokus

Beim unserem Übungsdienst am 06.03.2025 stand das Thema Feuerwehrleitern im Mittelpunkt. Besonders intensiv haben wir uns mit der 4-teiligen Steckleiter auseinandergesetzt – einem wichtigen Einsatzmittel für die Menschenrettung und den Zugang zu höheren Ebenen.

Um die Handhabung und den sicheren Einsatz der Leiter zu trainieren, begaben wir uns auf das Übungsgelände am Feuerwehrhaus Zeven. Dort übten wir den korrekten Aufbau, das sichere Besteigen sowie verschiedene Einsatzmöglichkeiten der Steckleiter.

Die 4-teilige Steckleiter besteht aus vier einzelnen Elementen, von denen jedes 2,70 Meter lang und 10 Kilogramm schwer ist (Alu-Variante). Je nach Aufbau erreicht sie Längen von 4,60 m, 6,50 m oder maximal 8,40 m. Ihre Rettungshöhe beträgt gemäß Feuerwehr-Dienstvorschrift 10 (FwDV 10) 7,00 m, was in etwa dem 2. Obergeschoss entspricht. Die einzelnen Leiterteile sind mit Holmen und Sprossen ausgestattet – das A-Teil verfügt über zwei Holme mit neun Sprossen, während das B-Teil zwei Holme mit sieben Sprossen hat.

Unsere Leiter verfügt zusätzlich über ein Einsteckteil für das Leiterteil B. Dieses dient als Ergänzung und hilft bei Bedarf, den großen Abstand zwischen Boden und unterster Sprosse zu überbrücken. Dadurch wird das sichere Aufsteigen erleichtert und die Stabilität verbessert.

Ein wichtiger Aspekt beim Einsatz der Leitern ist der richtige Anstellwinkel, der zwischen 65° und 75° liegen sollte. Der optimale Winkel beträgt also 70°, da er die beste Kombination aus Stabilität und Sicherheit beim Besteigen bietet. Auch dieser Wert ist in der FwDV 10 „Die tragbaren Leitern“ geregelt, die detaillierte Vorgaben zur sicheren Handhabung, Aufstellung und Nutzung enthält, um eine effiziente und unfallfreie Anwendung im Einsatz sicherzustellen.

Dank regelmäßiger Übungen wie dieser stellen wir sicher, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.

Praxistraining mit dem neuen Rettungsgerät

Bei vergangenen Übungsdiensten am 6. und 13. Februar 2025 haben wir uns intensiv mit der Handhabung unseres neuen Rettungsgeräts auseinandergesetzt. Um die Leistungsfähigkeit und das Handling in der Praxis zu erproben, wurde dabei insgesamt an vier ausrangierten Fahrzeugen gearbeitet.

Ziel der Übungen war es, ein Gefühl für die neuen Geräte zu entwickeln, insbesondere in Bezug auf Gewicht, Bedienung und Schneidkraft. Dabei wurden verschiedene Techniken zum Öffnen von Fahrzeugtüren, Entfernen von Dächern und Schaffen von Zugangswegen für die patientengerechte Rettung erprobt. Besonders wertvoll war die Möglichkeit, verschiedene Vorgehensweisen auszuprobieren und die Abläufe in der Praxis zu optimieren.

Die neuen Geräte überzeugten durch ihre Leistung und Ergonomie. Die Handhabung erwies sich als intuitiv und erforderte kaum eine größere Umstellung, sodass alle Teilnehmer schnell sicher im Umgang wurden.

Am Übungsdienst am 13. Februar nahmen zudem einige Kameradinnen und Kameraden unserer Nachbarwehr aus Wehldorf teil, wodurch ein wertvoller Austausch von Erfahrungen und Techniken stattfinden konnte.

Insgesamt waren es praktische und aufschlussreiche Übungen, bei denen alle wertvolle Erfahrungen sammeln konnten.

Neues akkubetriebenes Rettungsgerät für unsere Feuerwehr

Unsere Feuerwehr freut sich über die Anschaffung eines neuen, hochmodernen Rettungsgeräts: einer akkubetriebenen Rettungsschere und eines Spreizers. Diese Geräte ersetzen die bisher hydraulisch betriebenen Modelle und bieten zahlreiche Vorteile im Einsatz.

Besonders stolz sind wir darauf, dass wir als erste Wehr in unserer Samtgemeinde mit dieser modernen Technik ausgestattet wurden. Dank der Akkutechnologie sind wir nun flexibler und unabhängig von externen Stromquellen oder Hydraulikschläuchen. Dies ermöglicht eine schnellere und effizientere Rettung bei Verkehrsunfällen und anderen technischen Hilfeleistungen. Besonders in schwer zugänglichen Bereichen oder bei Einsätzen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit ist der kabellose Betrieb ein großer Vorteil.

Zusätzlich haben wir ein akkubetriebenes Hydraulikaggregat erhalten, mit dem wir unsere Rettungszylinder weiterhin problemlos betreiben können. Dadurch bleibt die volle Einsatzfähigkeit unseres bestehenden Equipments erhalten, während wir gleichzeitig von den Vorteilen der modernen Akkutechnologie profitieren.

Die neuen Geräte zeichnen sich durch eine hohe Schneid- und Spreizkraft aus und sind dabei ergonomisch sowie einfach zu bedienen. Die leistungsstarken Akkus sorgen für eine lange Laufzeit und ermöglichen ein unterbrechungsfreies Arbeiten im Einsatz.

Mit dieser Anschaffung erweitern wir unsere technischen Möglichkeiten erheblich und erhöhen die Sicherheit sowohl für unsere Einsatzkräfte als auch für die zu rettenden Personen. Gleichzeitig setzen wir als erste Feuerwehr in unserer Samtgemeinde einen wichtigen Schritt in Richtung zukunftsweisender Rettungstechnologie.